»Stifte« finden in Rentz ihren Meister

bv1-bruchmuehlen-1Fußball-Bezirksliga: Torloses Remis dank starkem Gäste-Torwart – Bruchmühlen im Angriff harmlos

Kirchlengern(BZ). Der BV Stift Quernheim und der TuS Bruchmühlen haben sich in der Fußball-Bezirksliga mit einem torlosen Remis getrennt. Der BV ist über weite Strecken der Partie zwar das aktivere Team gewesen, scheiterte aber mehrmals am starken Gästekeeper Robin Rentz.

»Robin hat zwei, drei Bälle richtig stark gehalten«, war sich auch TuS-Coach Christian Meyer im Klaren darüber, wer den Punkt festgehalten hatte.

Nach vorsichtigem Start beider Teams waren es die Gastgeber, die das erste Mal für Gefahr sorgten. Nach einer Ecke Mustafa Sandals zog Maximilian Laege aus dem Rückraum ab. Es sollte das einzige Mal bleiben, dass sich Rentz geschlagen geben musste, der Pfosten stand ihm aber bei, ehe er bravourös Sebastian Kropps Nachschuss aus der Nahdistanz abwehrte (9.). Die »Stifte« wurden nun aktiver, bei gegnerischem Ballbesitz wurde aber weiter konsequent erst ab der Mittellinie gestört. In der 16. Minute probierte Kropp, den Ball nach toller Flanke von Christian Fahrnow aus fünf Metern auf das kurze Eck zu drücken, traf aber nur das Außennetz. Ansonsten taten sich die Angriffsreihen schwer, Chancen gegen die jeweils sehr kompakt stehende Defensive des Gegners zu kreieren.
Die Gäste traten offensiv zum ersten Mal in der 22. Minute in Erscheinung, als Dennis Krätzig einen in den Strafraum gechippten Ball herunternahm. BV-Keeper Georg Wachowski war aber auf dem Posten und ließ ihm nicht die Gelegenheit, kontrolliert abzuschließen. Die beste TuS-Chance der ersten Hälfte hatte Luigi Di-Bella in der 32. Minute, als er sich aus 25 Metern ein Herz fasste und trocken abzog. Sein Flachschuss strich aber haarscharf am Pfosten vorbei. So ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Kabinen. Der Respekt, den beide Teams voreinander hatten, bestimmte das Geschehen auf dem Spielfeld.

bv1-bruchmuehlen-2Mit Wiederanpfiff versuchten die Gastgeber, noch mehr die Initiative zu übernehmen, ohne dem TuS die Möglichkeit zu geben, schnell umschalten zu können. Die erste Torraumszene ließ bis zur 58. Minute auf sich warten, hatte es dafür aber in sich. Nach einer erneut schönen wie präzisen Fahrnow-Flanke schraubte sich Kropp zehn Meter vor dem Gehäuse in die Höhe und köpfte den Ball rechts unten aufs Eck. Der BV-Block hatte den Torschrei schon auf den Lippen, doch für Rentz‘ Reaktion wurde das Wort »Glanzparade« wohl erfunden. Eine Zeigerumdrehung später probierte es Kropp erneut, scheiterte aber wieder an einem Rentz. Dieses Mal warf sich Benjamin in den Schuss.

bv1-bruchmuehlen-3Es sollte Kropps letzter Versuch gewesen sein, in der 62. Minute ging der Torjäger angeschlagen vom Feld und machte Platz für Patrick Zumkehr. Die überlegenen »Stifte« hatten aber weiterhin leichte Probleme, ihre Torchancen herauszuspielen. Die tiefstehenden Gäste waren nach vorne hingegen gar nicht mehr aktiv und beschränkten sich mehr und mehr auf die Verteidigung des eigenen Tores. Erst in der 77. Minute brandete mal wieder so etwas wie Torgefahr aus, als der eingewechselte Renée Terbeck das Gästegehäuse verfehlte. Auf der Gegenseite konnte der ebenfalls frische Marcel Thelen einen Freistoß von Benjamin Rentz am langen Pfosten nicht mehr ganz erreichen (79.).

Wenig später bot sich Fahrnow die Chance auf den goldenen Treffer, als Maximilian Laege nach einem haarsträubenden Fehler von Sven Kampe im Spielaufbau blitzschnell umschaltete und ihn auf die Reise schickte. Aber auch Fahrnow fand seinen Meister im bärenstarken Robin Rentz, scheiterte aus 15 Metern an der abermals beeindruckend schnellen Reaktion des Schlussmannes (81.). Das nötige Glück fehlte Fahrnow nochmal in der 88. Minute. Sein Kopfball senkte sich nur auf die Latte, aber auch hier wäre Robin Rentz wohl zur Stelle gewesen.

So blieb es beim torlosen Remis, dass Christian Meyer als »nicht ganz unverdient« einstufte. »Der Respekt, den beide Teams voreinander hatten, war über 90 Minuten präsent.« Auch sein Gegenüber Michael Albrecht »kann mit dem Punkt leben. Auch wenn es gerne drei hätten sein dürfen.« Vor allem die Umstände dürften ihn milde gestimmt haben, denn »mit Jan-Patrick Strauch und Renée Terbeck saßen zwei Stützen angeschlagen auf der Bank, auch ›Kroppi‹ war nicht richtig fit.«

BV Stift Quernheim: Wachowski – Vette, Kröhnert, Fiedler, Fahrnow, Sandal (86. Weinhardt), Kropp (62. Zumkehr), F. Laege (70. Terbeck), M. Laege, Wester, Wißmann

TuS Bruchmühlen:R. Rentz – B. Rentz, Krätzig (72. Thelen), Klei, Domann, Hegner, Kampe, P. Meyer, Joerend, Grützmacher (72. Schapowalsky), Di-Bella (84. Bergmann).

(Quelle: Bünder Zeitung vom 27.10.2014)

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