Schlechter Platz, zweifelhafter Elfer

1. Mannschaft

lohe-bv1Fußball-Bezirksliga: Stifte ärgern sich nach dem 1:1 im Nachholspiel beim TuS Lohe

Bad Oeynhausen(BZ). Hängepartie beendet: Im vierten Anlauf ist das Spiel in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem TuS Lohe und dem BV Stift Quernheim gestern endlich über die Bühne gegangen. Beim 1:1 (0:1) brannten beide Teams kein Feuerwerk ab. In der 39. Minute brachte Torjäger Sebastian Kropp die überlegenen Stifte aus abseitsverdächtiger Position in Führung. Unmittelbar nach der Pause glich Paul Mattern per Foulelfmeter für die abstiegsbedrohten Loher aus (46.). Der Schiedsrichter hatte das hohe Bein von Lars Wißmann gegen TuS-Angreifer Julian Hartmann zuvor als Foulspiel gewertet – eine zweifelhafte Entscheidung, die Wißmann auf die Palme brachte: »Das war eine Frechheit«, tobte Quernheims Verteidiger und sprach von einer Schwalbe von Hartmann. »Der muss dafür eigentlich die gelbe Karte sehen.«

Auch Stifte-Trainer Michael Albrecht konnte den Pfiff des Schiedsrichters nicht nachvollziehen. »Ohne den Elfmeter hätte Lohe sicher kein Tor mehr geschossen. Sie haben im ganzen Spiel nicht
eine echte Chance gehabt«, befand der zum Saisonende scheidende Coach, dessen spielbestimmende Mannschaft dafür nach der Pause immerhin noch zwei Mal die Gelegenheit hatte, den Siegtreffer zu erzielen. In der 68. Minute kam der leicht angeschlagene Kropp, der mit Schmerztabletten spielte, im Strafraum gefährlich zum Kopfball, den Lohes Keeper Christian Witthaus in guter Manier aus dem Winkel fischen konnte. Fünf Minuten vor Schluss verpasste Witthaus dann aber eine scharf getretene Flanke von Patrick Langer von der linken Seite, Quernheims A-Jugendlicher Florian Laege setzte aber nicht entschlossen genug nach, um den freien Ball noch zu erwischen. Lohes Trainer Thorsten Bunde setzte mit der überraschend späten Hereinnahme von Torjäger Manuel Hejlek (75.) in der Schlussphase noch einmal alles auf eine Karte. Doch eine klare Schussposition sprang nicht heraus.

Mit Blick auf die schwache erste Halbzeit der Hausherren konnte Bunde mit dem einen Punkt im Abstiegskampf sogar noch gut leben:»In der ersten Halbzeit waren wir zu ängstlich. Keiner wollte bei uns einen Fehler machen, niemand wollte den Ball haben. Nach der Pause haben wir mutiger gespielt«, befand der TuS-Coach, dessen Team am Sonntag gegen Union Minden unter Dreier-Druck steht, um im Abstiegskampf nicht weiter an Boden zu verlieren.

Gäste-Coach Michael Albrecht konnte seiner ersatzgeschwächten Elf – unter anderem fehlte Renee Terbeck – keinen Vorwurf machen. Er haderte dafür mit dem unebenen Rasengeläuf, auf dem selbst
der Gastgeber nur »Kick and Rush« zelebrierte. »Das war ein grausames Spiel. Es ist traurig, dass man auf solch einem Platz Fußball spielen soll. Das ist einfach nicht möglich. Man muss froh
sein, dass man bei diesen Löchern und Unebenheiten nicht mit einem Bänderriss oder Knöchelbruch vom Platz geht«, so Albrecht.

TuS Lohe: Witthaus – Erdbrügger, Pausch, Behr (46. Janssen), Mattern, Stühmeier, Lücking, Felde (73. Hejlek), Vodola, Hartmann,Vahle.

BV Stift Quernheim: Wachowski – Kröhnert, Fiedler, Langer (88. Taggart), Weinhardt, Strauch, Fahrnow, Kropp (74. F.Laege), M. Laege, Zumkehr, Wißmann.

Tore: 0:1 Kropp (39.), 1:1 Mattern (46/Foulelfmeter).

(Text- und Bildquelle: Bünder Zeitung vom 24.04.15)

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