BV Stift Quernheim trennt sich vom Trainer

Muss gehen: Stift-Trainer Frank Schwöppe Foto: GottschlichFrank Schwöppe muss nach 16 Monaten im Amt überraschend gehen

In der vergangenen Saison war es noch eine Erfolgsgeschichte, die Frank Schwöppe als Trainer mit dem BV Stift Quernheim schrieb. Doch in dieser Spielzeit blieb das Team hinter den Erwartungen zurück. Dennoch war es für Außenstehende überraschend, dass sich der Verein am Samstag und damit einen Tag vor dem wichtigen Spiel beim TSV Schötmar vom Coach trennte.

„Dieser Schritt ist uns sehr schwer gefallen, denn Frank hat auch bei uns bewiesen, dass er ein hervorragender Trainer ist. Für mich hat er die Fähigkeit, Mannschaften oberhalb der Bezirksliga zu trainieren. Er ist auch ganz sicher nicht schuld daran, dass es in den bisherigen neun Spielen dieser Saison nicht so gelaufen ist wie wir alle es uns vorgestellt haben. Dafür gibt es viele Gründe, angefangen mit unserer langen Verletztenliste. Fakt ist aber, dass die Mannschaft durch die Erfolglosigkeit verunsichert ist und wir nach der Niederlage vor einer Woche gegen Minden auch das Wort Abstiegskampf in den Mund nehmen mussten. Wir sind vor einigen Jahren schon einmal mit einer Mannschaft unnötig abgestiegen, die eigentlich eine große Qualität hatte. Diesmal haben wir uns entschlossen, früh zu reagieren. Der Trainer ist im Fußball einfach oft das schwächste Glied in der Kette. Die Spieler sollen eine neue Ansprache bekommen, die ihnen hoffentlich einen Schub gibt“, sagte Stift Quernheims Sportlicher Leiter Michael Hanke, der gestern in Schötmar selbst interimsweise das Coaching des Teams übernahm. „Das ist aber garantiert keine Dauerlösung. Wir sondieren jetzt die Möglichkeiten und hoffen, spätestens in zwei Wochen einen neuen Trainer gefunden zu haben, wobei wir natürlich wissen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nicht einfach ist, jemanden zu finden, der verfügbar ist.“

Frank Schwöppe selbst zeigte sich von der Entscheidung der Vereinsführung ziemlich überrascht. „Ich muss diese Entscheidung akzeptieren, habe aber nicht damit gerechnet. Ich bin jetzt 17 Jahre als Trainer tätig und immer mit Herzblut und Überzeugung dabei gewesen. Nun muss ich zum ersten Mal vorzeitig gehen. Das muss ich schon erst einmal verarbeiten“, sagt der 48-Jährige. Natürlich habe es in den vergangenen Tagen und Wochen Gespräche über die sportliche Situation gegeben. Sowohl Schwöppe als auch Hanke betonten aber, dass die dabei besprochenen Dinge Vereinsinterna seien.

Der inzwischen in Bad Oeynhausen wohnende Schwöppe will die nächste Zeit nun nutzen, um sich als Trainer dem Erwerb der A-Lizenz zu widmen, nachdem er im letzten Jahr die dafür notwendige DFB-Elite-Jugend-Lizenz erworben hat.

(Quelle: FuPa.net vom 17.10.2016)

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