Zugänge stimmen Albrecht zufrieden

1. Mannschaft

Mannschafsfoto_BV1_2014_2015Fußball-Bezirksliga: BV 21 Stift Quernheim will sich weiter unter den besten fünf Mannschaften etablieren

Kirchlengern(BZ). Zwei Jahre in der Fußball-Bezirksliga, zweimal auf dem fünften Rang der Abschlusstabelle: Kein Wunder, dass der BV 21 Stift Quernheim mittlerweile auch als Titelkandidat gehandelt wird. Davon will Trainer Michael Albrecht aber nichts wissen. Für ihn gibt es in der neuen Saison nur einen Meisterschaftsanwärter.

Von GerritNolte
»Als ganz großen Favoriten sehe ich den TuS Jöllenbeck. Die haben sich richtig gut verstärkt. Danach kommt erstmal eine ganze Zeit nichts«, ist sich Michael Albrecht sicher. »Und dann werden wir zusammen mit dem VfL Holsen und Preußen Espelkamp versuchen, den Jöllenbeckern Paroli zu bieten. Und natürlich darf man Eidinghausen-Werste nicht unterschätzen – auch, wenn sie Aufsteiger sind. Sie haben sich ebenfalls sehr gut verstärkt«, so der Coach weiter. Die erste Gelegenheit, den Favoriten zu ärgern, haben gleich die »Stifte«. Denn zum Saisonstart am 17. August reisen sie nach Jöllenbeck.

Albrecht macht aber auch deutlich, dass sich die »Stifte« nicht gegen den Aufstieg wehren würden. »Wenn wir die Chance dazu haben, dann steigen wir auch auf. Es würden dann aber keine großen, sondern nur kleine Veränderungen im Kader vorgenommen. Dann müssten sich alle bisherigen Spieler in der Landesliga beweisen«, sagt Albrecht. Dass sein Team von einigen Kontrahenten zum Kreis der Titelanwärter gezählt haben, freut den Coach allerdings auch. »Das kommt für mich nicht überraschend. Denn diesen Status hat sich die Mannschaft in den vergangenen beiden Jahren erarbeitet – und die Jungs wollen sich endgültig unter den Top Fünf der Liga etablieren«, sagt Albrecht.

Obwohl die Stift Quernheimer in nur zwei Jahren sehr gut in der Bezirksliga angekommen sind, geht der Coach aber nicht von Platz eins aus. »Das wird eine ganz schwierige Saison. Bei den Absteigern wage ich erst gar keine Prognose«, sagt Albrecht.

Insgesamt sieht er seine Mannschaft in der kommenden Spielzeit gut aufgestellt. »Der große Unterschied zu den anderen Favoriten ist bei uns, dass unter den ersten elf Spielern fast ausnahmslos Spieler aus der Aufstiegsmannschaft sind«, verdeutlicht Albrecht, welche Entwicklung sein Team genommen hat. »Sonst sind alle neuen Spieler aus der Kreisliga A.« Dazu zählt nicht mehr Dean Laker. Der war im Sommer vom SC Herford II ins Friedenstal gewechselt, meldete sich aber unter der Woche bei Albrecht wieder ab. »Da er aber schon ein Testspiel für uns gemacht hat, kann er jetzt auch nicht mehr zu einem anderen Verein«, sagt Albrecht. Mit den anderen Neuen im Team ist er derweil sehr zufrieden. »Sie haben bisher vollends überzeugt«, freut sich Albrecht. Vor allem Daniel Wester, der von Aufsteiger FC Muckum kam, habe eine überragende Vorbereitung gezeigt. Aber auch in Maximilian Laege, der von den A-Junioren des TuS Tengern geholt wurde und eigentlich noch im Nachwuchsbereich spielen könnte, habe sehr viel Potenzial. »Er wird daher auch ausschließlich bei uns spielen«, sagt Albrecht über den 18-Jährigen.

Sorgen bereitet nur Torjäger Sebastian Kropp. Nach seiner Rückkehr vom VfL Theesen laboriert er noch an den Folgen einer Verletzung, die er sich am Ende der Vorsaison zugezogen hat. »Er hat kaum trainiert. Daher müssen wir mit ihm Geduld haben. Aber wenn er topfit ist, sind wir vorne deutlich stärker aufgestellt als im vergangenen Jahr«, sagt Albrecht.

Der große Vorteil der »Stifte« sei aber, taktisch variabler geworden zu sein. »Unser 4:2:3:1 beherrschen die Jungs mit verbundenen Augen. Aber wir haben in der vergangenen Saison Alternativen einstudiert, um auf die Gegner reagieren zu können. Gegen eine starke Defensive muss das Umschaltspiel und das Pressing funktionieren. Wenn wir das Spiel machen müssen, sieht es natürlich wieder anders aus«, sagt Albrecht. Aufgrund der zahlreichen Ausfälle während der Vorbereitung ist das Team im taktischen Bereich aber dieses Mal noch nicht ganz so weit, wie Albrecht gerne gewesen wäre.

(Quelle: Bünder Zeitung vom 02.08.14)

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