»Stifte« treffen nicht einmal vom Punkt

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bv1-joellenbeckFußball-Bezirksliga: BV 21 verliert zu Hause 0:3 gegen Jöllenbeck

Kirchlengern (BZ). Da war nichts drin: Der BV 21 Stift Quernheim hat in der Fußball-Bezirksliga gegen den TuS Jöllenbeck 0:3 (0:1) verloren. Trainer Michael Albrecht blieb nur die Erkenntnis: »Mit den Topteams der Liga können wir uns nicht messen.«

Allerdings bereiten Albrecht momentan auch Personalsorgen reichlich Probleme. Besonders in der Offensive mangelt es derzeit – personell wie spielerisch. Gegen Jöllenbeck war Daniel Kreimer noch gesperrt, Renée Terbeck ging angeschlagen mit einer Grippe in die Partie. »Bei unserem kleinen Kader kann man da nicht reagieren«, sagte Albrecht.

Aber auch in der Defensive hinterließ »Stift« gestern Nachmittag keinen guten Eindruck. Jöllenbeck spielte schnell und war gedanklich immer schon einen Schritt weiter als Abwehr und Mittelfeld des BV. In der 21. Minute war es so weit: Der Tabellenvierte ging durch Ilhami Karabas in Führung. Bei seinem Schuss aus spitzem Winkel sah Stift Quernheims Torhüter Georg Wachowski nicht gut aus – vom Innenpfosten prallte der Ball ins Tor. Schon zu diesem Zeitpunkt war der Rückstand verdient.

Und dennoch hatte der BV 21 hier und da einige helle Momente: Einen davon hätte Terbeck fast zum Ausgleich genutzt, als er über die linke Seite in den Strafraum kam, sein Schuss aber nur das Außennetz strich (55.).

Jöllenbeck reagierte – mit einem Tor. Und dieses Mal unterlief Wachowski nicht nur eine kleine Unaufmerksamkeit, sondern ein haarsträubender Torwartfehler: Eine Ecke von Karabas konnte er am kurzen Pfosten weder klären noch festhalten, Jöllenbecks Kapitän Marc-Andre Kolbe brauchte den freien Ball nur noch einzunicken (58.). Drei Minuten später war die Partie gelaufen: Die Gäste spielten einen Angriff über die linke Seite und Ilyas Cakar schloss aus dem Lauf heraus zum 3:0 ab (61.).

Immerhin den Ehrentreffer wollte Stift Quernheim jetzt noch haben. Nach einem Pass von Mustafa Sandal prüfte Christian Fahrnow den TuS-Torhüter Sebastian Blümel, der zur Ecke klärte. Und kurz darauf begegneten sich beide wieder: Blümel holte den heranstürmenden Veit Usslepp im Strafraum von den Beinen, Fahrnow trat zum Elfmeter an – und Blümel parierte (68.). Der vergebene Strafstoß passte aus Sicht der »Stifte« gut zum Spiel – es wollte einfach nichts so richtig gelingen.

»Wo es bei uns hapert, hat man heute gesehen. Nicht einmal einen Elfmeter konnten wir nutzen«, sagte Michael Albrecht. »Auch ein Ausgleich wäre heute zu keinem Zeitpunkt verdient gewesen. In der Höhe ist dieser Sieg für Jöllenbeck verdient.« Trotzdem bleibt seine Mannschaft Dritter – vor Jöllenbeck. Langfristig rechnet Albrecht nicht damit, in der Spitzengruppe mitzumischen: »Da sehe ich uns absolut nicht.«

BV Stift Quernheim: Wachowski – Menne, Wuttke, Taggart (57. Waldmann), Weinhardt, Strauch, Fahrnow, Terbeck (57. Sandal), Zumkehr, Usslepp, Wißmann (63. Stolz).

TuS Jöllenbeck:Blümel – Meier (84. Günther), Kolbe, Gehring, Schmoranz, Cakar, Karabas (79. Rieger), Castillo Romach, Ars, Schletz (65. Janz), Krüger.

Tore:0:1 Karabas (21.), 0:2 Kolbe (58.), 0:3 Cakar (61.).

Besonderes Vorkommnis:Blümel hält Foulelfmeter von Fahrnow (68.).

(Quelle: Bünder Zeitung vom 30.09.2013)

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