»Stifte« helfen dem Rivalen

holsen-bv21-1Fußball-Bezirksliga: Der BV 21 holt in Holsen ein 2:2 – Albrecht und Schwöppe gratulieren dem Meister

Bünde(BZ). Ausgerechnet der BV 21 Stift Quernheim: Der Fußball-Bezirksligist hat beim VfL Holsen 2:2 (2:2) gespielt und so dem Gemeinderivalen RW Kirchlengern zum Aufstieg verholfen. Für Stift Quernheim ging es gestern Nachmittag um nichts mehr – das Ergebnis war vor allem auf fremdem Platz gefragt.

Wenn es um den Rivalen aus dem Süden der Gemeinde geht, nimmt BV-Trainer Michael Albrecht meistens kein Blatt vor den Mund. Nach dem Ende des Spiels in Holsen zeigte sich Albrecht aber milde gestimmt: »Glückwunsch an Kirchlengern. Sie steigen verdient auf.« Auch sein Gegenüber Frank Schwöppe gratulierte: »Das ist hochverdient. Sie spielen sehr stabil, vor allem in der Defensive. So gewinnt man Meisterschaften. Für uns war aber schon klar, dass Kirchlengern durch ist.« Die Meisterschaft hat der VfL schon vor Wochen abgeschrieben.

holsen-bv21-2Auch Stift Quernheim kann in der Tabelle so gut wie nichts mehr passieren, den fünften Rang hat der BV 21 sicher. Das Spiel konnten beide Teams locker angehen. Vor den Trainerbänken waren die Unterschiede aber groß: Während Schwöppe wie gewohnt gestikulierte und taktische Anweisungen gab, saß Albrecht ruhig auf seinem Platz und genoss die Sonne. Über 90 Minuten gab er kaum einen Kommentar ab. Stattdessen legte seine Mannschaft auf dem Spielfeld ganz von alleine eine Führung vor: Nach drei Minuten überwand der gestern starke Mustafa Sandal VfL-Torhüter Tim Wächter mit einem Freistoß aus 20 Metern. Optimale Schützenhilfe für RW Kirchlengern also.

Dennoch spielte Holsen mit, auch wenn Schwöppe das Spiel seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit als zu langsam kritisierte. Nach 17 Minuten schaltete einer aber ganz schnell: Pascal Siebers schnappte sich einen Ball im Stift Quernheimer Strafraum und staubte zum 1:1 ab. Der VfL war wieder im Spiel – für zwei Minuten, denn ein Ex-Holser schlug zu. Dieses Mal zeigte sich Renée Terbeck im Holser Strafraum gedankenschnell und schob einen Abpraller ins Netz – 2:1 für die Gäste (19.). Keine fünf Minuten später hätte Terbeck fast das 3:1 vorbereitet. Von der Grundlinie legte er auf Daniel Kreimer, der aus zehn Metern über die Latte schoss.

Es hätte eine Vorentscheidung sein können – aber so kam Holsen zurück. Omar Khaled flankte nach 29 Minuten von der rechten Seite, in der Mitte kam Sascha Seifert unmittelbar vor BV-Torhüter Georg Wachowski an den Ball – 2:2.

Dann verflachte die Partie, Torchancen wurden selten. Erst nach einer Stunde Spielzeit und nach dem Seitenwechsel spielte Stift Quernheim im Holser Strafraum nach einer Sandal-Flanke Ping-Pong. Erst kam Christian Fahrnow an den Ball, dann klärte Holsens Marc Schendzierlorz unmittelbar vor der Linie (59.).

holsen-bv21-3Auf der Gegenseite blieb Holsen gefährlich – ein Tor hätte die Entscheidung in der Meisterschaft verschoben. »Ein Sieg für uns wäre verdient gewesen«, sagte Schwöppe. In der Schlussphase hatte seine Mannschaft durch Khaled (76., 86., 88.) und Siebers (76.) zwar die Mehrzahl der Chancen. Stift Quernheim hatte aber die besseren: Florian Laege traf nach 81 Minuten aus 20 Metern die Unterkante der Latte. Terbeck war drei Minuten später durch, schoss aber Wächter an (84.). Es blieb bei einem Remis, mit dem Albrecht gut leben konnte: »Den Punkt haben wir uns mehr als verdient.«

VfL Holsen:Wächter – N. Sarialtin, Steinke, Schendzielorz, Siebers, Weitzel (46. Schulze), Seifert, T. Kötter (66. Lehmann), Ebmeyer (74. Carvalho), Khaled, Hesse.

BV Stift Quernheim:Wachowski – Weinhardt, Strauch, Fahrnow, Sandal, Kreimer, Terbeck, Zumkehr, Waldmann (65. Laege), Wißmann, Menne.

Tore:0:1 Sandal (3.), 1:1 Siebers (17.), 1:2 Terbeck (19.), 2:2 Seifert (29.).

(Quelle: Bünder Zeitung vom 19.05.2014)

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