Spitzenreiter im Glück

Zwei Trainer hadern mit der Chancenverwertung.

Kreis Herford. Mit dem am vergangenen Sonntag absolvierten Spieltag geht die Fußball-Kreisliga A in die Winterpause. Der 16. Spieltag war gleichzeitig der Start in die Rückrunde, und einige der heimischen Teams hatten nach dem Hinspiel noch eine Rechnung offen.

Bisher hat der BV 21 Stift Quernheim jedes Spiel in dieser Saison gewinnen können, doch immer wieder warnte Michael Albrecht davor, wie schnell diese Serie aufgrund von Verletzungen wichtiger Spieler reißen könne. Wie Recht der BV-Coach mit dieser Aussage hat, erfuhr seine Mannschaft im Derby beim TuS Bruchmühlen am vergangenen Sonntag. Nach einem turbulenten Start führte der BV 21 mit 2:1, als Patrick Zumkehr nach einer knappen Viertelstunde nach einem unglücklichen Tritt in den Unterleib ausgewechselt werden musste. Kurz darauf erlebte Albrecht von der Seitenlinie eine weitere Schrecksekunde: Die Kniescheibe von Christian Fahrnow war herausgesprungen, rutschte kurz darauf jedoch wieder an seine richtige Position. Fahrnow musste dennoch ebenfalls ausgewechselt werden, wodurch die komplette Defensive des BV 21 durcheinandergewürfelt wurde. „Erstmals in dieser Saison lagen wir hinten, hinzu kamen die Verletzungen wichtiger Spieler, deshalb gibt dieser späte Sieg nochmals einen moralischen Schub für die Winterpause“, war Albrecht nach dem Schlusspfiff glücklich. Ders vor allem in der zweiten Halbzeit dominierende TuS Bruchmühlen kam zunächst zwar völlig verdient zum 2:2-Ausgleich, doch Caner Yakmaz zerstörte in der Nachspielzeit alle Träume der Hausherren, dem Spitzenreiter die ersten Punkte zu stehlen. Dabei hatten die Bruchmühlener dazu allerbeste Möglichkeiten. TuS-Trainer Dietrich Rutenkröger war nach den zahlreichen vergebenen Torchancen seiner Elf ziemlich bedient. „Unsere Blauäugigkeit im Abschluss hat uns heute den Sieg gekostet“, fand er klare Worte. Für Stürmer und Kapitän Hendrik Meyer hatte schlichtweg „das Glück gefehlt“.[…]

(Quelle:NW vom 15.12.2011)

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