Kurzer Prozess in fünf Minuten

Kirchlengern (sp/Goli). Die »Stifte« marschieren in der Fußball-Kreisliga A uneinholbar vorweg. Der BV 21 Stift Quernheim besiegte gestern dank fünf starker Minuten den VfL Mennighüffen mit 2:0 (0:0). Trainer Michael Albrecht musste in der Pause aber zunächst etwas deutlichere Worte finden.Der Start der Gastgeber war dabei viel versprechend. Stift Quernheim kam gut ins Offensivpressing und erspielte sich in der ersten Viertelstunde gleich drei hundertprozentige Torgelegenheiten. Zunächst scheiterte Toptorjäger Sebastian Kropp in der 4. Minute völlig freistehend. Er schoss neben das Tor. Das gleiche Schicksal ereilte Christian Fahrnow in der 10. Minute und Christopher Taggart 60 Sekunden später. Schon zu diesem Zeitpunkt hätte die Partie entschieden sein können, doch Stift Quernheim ließ den Gegner im Spiel. »Unser Offensivspiel verflachte«, analysierte Michael Albrecht. Dafür kam Mennighüffen besser in die Begegnung hinein. Kai Krüger, der in der kommenden Saison für den Stift-Nachbarn RW Kirchlengern aufläuft, ließ eine gute Gelegenheit zur Gäste-Führung aus. »Zur Pause hätte es durchaus 4:2 stehen können«, sagte Albrecht. Stand es aber nicht. Das Tor war wie vernagelt.

Albrecht fand in seiner Pausenansprache deshalb »klärende Worte«. Die Spieler hatten ihrem erfahrenen Übungsleiter zugehört und boten auf einmal richtig guten Fußball. Nach einem Pass in die Schnittstelle von Christian Fahrnow tauchte Sebastian Kropp völlig freistehend vor Mennighüffens Torwart Christian Niemeier aus. »Kroppi« ließ dem Schlussmann keine Chance und schob cool in die Ecke zum 1:0 ein. Nur fünf Minuten später machte Stift Quernheim den Sack zu, wieder ging es durch die Mitte. Nico Fiedler schickte Fahrnow und der traf zum 2:0. »Meine Abwehr hatte da wohl Angst vor einem Elfmeter«, ärgerte sich Gäste-Trainer Thomas Arius darüber, dass die VfLer nicht energisch genug zu Werke gegangen waren.

Danach hatten die Gäste noch zweimal die Gelegenheit zum Anschlusstreffer. Kai Krüger verpasste eine schöne Flanke von Jens Kickelbick nur um Zentimeter. Und Pajtim Sahitaj schoss aus fünf Metern Torentfernung volley über den Kasten. Auf der anderen Seite hätten aber auch die Gastgeber noch erhöhen können. Und so stand am Ende der verdiente Sieg für die cleverere Mannschaft. »Hätte auch ein 7:3 sein können«, sagte Albrecht. »Aber die Kropps, Krügers und Terbecks waren heute im Abschluss nicht so effektiv wie sonst.«

Trotzdem gab es den 19. Sieg im 19. Spiel, die Gegentor-Marke liegt immer noch unter zehn. »Es ist aber schwer, die Mannschaft Woche für Woche zu Höchstleistungen zu motivieren«, gestand Michael Albrecht angesichts von 17 Punkten Vorsprung auf den Zweiten TuRa Löhne ein.

BV 21 Stift Quernheim: Wachowski – Vette, Fiedler, Taggart, Weinhardt, Kropp (71. Jording), Fahrnow, Yakmaz, Zumkehr (59. Terbeck), Mendes (65. Wißmann), Grimmer. Tore:1:0 Kropp (52.), 2:0 Fahrnow (57.).

(Quelle:BZ vom 02.04.2012)


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