Rote Karte und Rettungswagen im Derby

Bezirksliga: Oetinghausens Rumpfteam wehrt sich tapfer, aber die Punkte nimmt der BV Stift Quernheim mit. Maximilian Laege ist der Matchwinner.

Die ohne Trainer Sebastian Numrich und Routinier Christian Fahrnow angereisten Stifte benötigten rund eine halbe Stunde, um gegen die Oetinghauser Notelf (es fehlten 15 Spieler) ihre Favoritenrolle in Torchancen auszudrücken. Jedoch vereitelte SVO-Keeper Lars Tippe fünfmal bravourös den Pausenrückstand, bevor es in der 53. Minute hinter ihm einschlug. Nachdem seine Vorderleute einen Eckball nicht konsequent bereinigten, erzielte Maximilian Laege freistehend aus kurzer halblinker Position den Siegtreffer.

Eine schwere Schulterverletzung seines zur Pause ausgewechselten Teamkollegen Dean Peitzmeier machte eine längere Spielunterbrechung nebst Einsatz des Rettungswagens erforderlich. Als Schiedsrichter Christoph Hagedorn in der 59. Minute ein beherztes Zweikampfverhalten des BV-Mittelfeldakteurs Eren Kelemci trotz gespielten Balls mit roter Karte sanktionierte, erhielt Oetinghausen im Derby Oberwasser. Jedoch hielt Lukas Heller den Kasten der Gäste auch diesmal sauber. Den Gastgebern fehlte trotz Überzahl die Durchschlagskraft, wobei sich die Ausfälle der Offensivkräfte Moritz Tiemann, Nick Diekwisch und Robin Eickhoff bemerkbar machten.

„Wir sind nur schwer ins Geschehen reingekommen, da uns die letzte Konsequenz fehlte. Aber die drei Punkte nehmen wir gerne mit“, konstatierte der stellvertretend für Numrich als BV-Taktikgeber fungierende Daniel Wehmeier. Oetinghausens Coach Marcel Rieso musste sich aufgrund der Personalmisere in den Schlussminuten sogar noch selbst einwechseln. „Mit 37 Jahren muss so etwas nicht sein.“ Dennoch konnte er der zweiten Pleite auch Positives abgewinnen. „Im Vergleich zum 1:8 aus der Vorwoche war das ein Riesenschritt nach vorn. Meine Mannschaft hat alles reingehauen. Selbst der FC Bayern München kann nicht ohne weiteres 15 Ausfälle kompensieren.“

(Quelle: FuPa vom 22.08.2022)

Sander schießt Stift Quernheim zum Kreispokalsieg

Der BV 21 besiegt den Bünder SV 6:5 nach Elfmeterschießen und ist der erste Sieger nach der Corona-Pause.

Zwei Mannschaften auf Augenhöhe, eine gute Schiedsrichter-Leistung und perfekte äußere Bedingungen mit vielen Zuschauern: Das Herforder Kreispokal-Finale zwischen A-Ligist Bünder SV und dem Bezirksligisten BV 21 Stift Quernheim war beste Werbung für den Amateurfußball im Kreis Herford. Einziger Nachteil der Veranstaltung auf der Eilshauser Alm: Es musste einen Verlierer geben. Die Entscheidung zwischen den Kontrahenten fiel erst in der Lotterie Elfmeterschießen, die der BV Stift Quernheim durch den entscheidenden Elfmeter von Tibor Leon Sander mit 6:5 (2:2, 2:1) für sich entschied.

Das Finale war zwar nicht hochklassig, doch jederzeit spannend und begann furios: Es dauerte nur eine Minute, ehe Eren Kelmeci nach einer Kombination zwischen Tom Blümel und Sander frei vor Bündes Torwart Niklas Brennemann auftauchte und seine Mannschaft mit 1:0 in Führung brachte. Der A-Ligist nutzte bereits in der 9. Minute seine einzige Chance vor dem Wechsel zum Ausgleich: Stift Quernheims Kapitän Christoph Kuhlmann rutschte beim Spielaufbau im eigenen Strafraum aus und verlor den Ball an Nico Bergmann, der seinen besser postierten Mitspieler Pascal Hellweg in Szene setzte und dieser keine Probleme hatte, aus sieben Metern zum 1:1 zu treffen.

Fortan diktierte jedoch der Bezirksligist die Begegnung, vergab aber die sich ihm bietenden Möglichkeiten – darunter einen Foulelfmeter in der 28. Minute, als Sander den Ball an den Pfosten setzte und der Abpraller von Torwart Brennemanns Kopf ins Toraus rollte. Mit dem Pausenpfiff traf der Favorit dann doch noch: Eine flache Hereingabe von Daniel Wester brachte Maximilian Laege aus zehn Metern Torentfernung zum 2:1-Halbzeitstand im Tor unter.

„Wir haben einfach zu viele Chancen liegengelassen“, kritisierte Stift Quernheims Trainer Sebastian Numrich die ansonsten gute erste Halbzeit seiner Mannschaft. Im zweiten Abschnitt wendete sich plötzlich das Blatt: Defensiv nun kompakter eingestellt, gestatteten die Bünder dem Gegner keine Torgelegenheit mehr. In der Offensive war der vermeintliche Außenseiter nun gefährlicher: Mittelfeldspieler Patrick Nobbe verpasste in der 57. Minute nach einer Ecke von Nico Bergmann per Kopf noch knapp den Ausgleich – zehn Minuten später sollte er dann fallen: Der unermüdliche Nobbe setzte sich auf der linken Seite durch und flankte auf Hellweg, der per Kopf zum 2:2-Ausgleich traf. Bergmann hatte in der 72. Minute dann noch die Überraschung auf dem Fuß, doch Bündes Stürmer scheiterte freistehend vor BV-Keeper Lukas Heller. „Das Unentschieden am Spielende war dann gerecht“, analysierte Sebastian Numrich.

„Wir waren heute die glücklichere Mannschaft“

Ohne Verlängerung ging es dann ins Elfmeterschießen. Auf Seiten des Bünder SV vergaben Ole Knollmann und Benjamin Cooper, beim BV Stift Quernheim nur Christian Fahrnow vom Punkt. Zum finalen Schuss trat dann ausgerechnet Sander an, der sich wie in der regulären Spielzeit für die linke Ecke entschied und dieses Mal traf – gleichbedeutend mit dem vielumjubelten Pokalsieg für den BV Stift Quernheim.

„Wir waren heute die glücklichere Mannschaft“, sagte Numrich, der nach der Kreismeisterschaft mit Union Varl (Kreis Lübbecke) sich nun auch seinen ersten Pokalsieg als Trainer in seine Vita schreiben darf. Der Bezirksligist wird in der kommenden Saison neben dem Regionalligisten SV Rödinghausen den Kreis Herford im Westfalenpokal vertreten.

Nach dem couragierten Auftritt seiner Elf in der zweiten Halbzeit war Bündes Trainer Sven Rottmann über die knappe Niederlage enttäuscht. „Wenn wir zur Pause mit zwei, drei Toren zurückliegen und dann dementsprechend verlieren, kann man die Niederlage besser akzeptieren. So zu verlieren ist bitter für uns“. Dass sein Team eher zweiter Sieger denn Verlierer war, dürfte den 42-Jährigen zunächst nicht getröstet haben.

(Quelle: FuPa vom 23.05.2022)

7:1, 7:0, 7:2 – Torfestspiele in der Bezirksliga I

Der BV Stift Quernheim wackelt kurz, trifft dann sieben Mal gegen den TuS Lahde/Quetzen und ist gleich wieder Erster. Kantersiege auch für Herringhausen/Eickum und Kutenhausen-Todtenhausen.

Mit einem 7:0 (3:0)-Sieg gegen den TuS Lahde/Quetzen gelang dem BV Stift Quernheim der Auftakt in die neue Bezirksliga-Saison perfekt. Damit steht der BV wieder dort, wo er zum Zeitpunkt des Abbruchs schon zu finden war: an der Tabellenspitze.

Doch so deutlich wie das Ergebnis war die Partie anfangs nicht. „Da sind wir ganz schön ins Schwimmen gekommen, und wenn wir da einen Treffer kassieren, weiß ich nicht, wie es läuft“, war Trainer Sebastian Numrich sehr demütig. Sein Team überstand die Anfangsphase – und dann war da ja auch noch der neue Stürmer aus der Kreisliga A vom TuS Stemwede im BV-Trikot. Marvin Babienek heißt der erste Torschütze der neuen Saison. Seinem Treffer ließ Fynn Salam das 2:0 folgen und Babienek legte in der 41. Minute noch das 3:0 nach. „Die ersten beiden Tore haben uns viel Selbstvertrauen gegeben“, so Numrich anschließend.

Die Gastgeber agierten danach weiter mutig, temporeich und zielstrebig, auch wenn Neuzugang Luca Picker in der 57. Minute erst den Pfosten traf und den Nachschuss knapp daneben setzte. Auf der anderen Seite meldete sich auch der TuS mit einem Pfostentreffer: Niklas Schunke hatte den Ball schon an Torhüter Heller vorbeigeschoben, traf dann aber nur den Pfosten. Bevor der Torreigen weiterging, verschoss Fynn Salam noch einen Elfmeter, nachdem Thomas Schering den schnellen Babienek gebremst hatte.

Der Youngster war es dann selbst, der in der 67. Minute die Kugel aus acht Metern zum 4:0 ins Netz bugsierte. Es folgten drei weitere herausgespielte BV-Treffer. „Das war ein ganz guter Auftakt“, war auch Daniel Wester glücklich.

(Quelle: FuPa.net vom 30.08.2021)

Geglückter Saisonstart!

BV Stift Quernheim gewinnt am 1. Spieltag mit 1:0 gegen SC BW Vehlage.

Aller Anfang ist schwer: Der Griff ins Phrasenschwein wird den Spielern des BV Stift Quernheim zum Auftakt der Bezirksliga-Saison 2020/ 21 herzlich egal gewesen sein. Sie behielten im Heimspiel gegen den unbequemen SC BW Vehlage dank eines späten Jokertors von Alexander Hermann mit 1:0 (0:0) die Oberhand und bescherten ihrem neuen Trainer Sebastian Numrich damit einen gelungenen Einstand.

„Es war eine schwere Geburt. Aber wir wollten unbedingt mit drei Punkten starten, und die haben wir jetzt“, so ein erleichterter Sebastian Numrich nach dem Happy End. Seine Mannen hätten es leichter haben können. Trotz guten Beginns mit Chancen für Tibor Sander per Kopf und Daniel Wester sowie einer nicht optimal zu Ende gespielten 3:1-Überzahl vor dem Vehlager Tor blieb die Führung aus – danach stellten die tief stehenden Gäste die Räume zu und machten es dem Favoriten schwer.

Im Endeffekt war es auch das glückliche Händchen des Trainers, der die Gastgeber jubeln ließ. „Dafür ist ein guter Stürmer ja auch da“, freute sich Numrich, der den Siegtorschützen nach gut einer Stunde für Tibor Sander eingewechselt hatte. Bei der entscheidenden Szene stand Alexander Hermann goldrichtig und brauchte den Ball nur noch ins leere Tor zu schieben, zuvor waren Vehlages Torhüter Thorsten Korejtek und Daniel Wester in einem Zweikampf verwickelt. „Der Schiedsrichter hat anschließend erklärt, dass er auf Elfmeter für uns entscheiden wollte, dann aber den Vorteil laufen ließ“, erklärte der Quernheimer Coach und zog nach einem aus seiner Sicht „typisch ersten Saisonspiel“ noch ein positives Fazit: „Aufgrund des Chancenplus’ ist der Sieg am Ende auch verdient.“

(Quelle: FuPa.net vom 07.09.2020)

Stift Quernheim schlägt Herringhausen-Eickum

hJuOhELvZWzFjMjULWzmrd6P5861y9mZq16JNXtnStift Quernheim schlägt Herringhausen mit 2:0 durch Tore von Shindar Mohammad und Dennis Sundermeier. Leon Quirin pariert Elfmeter. TuRa Löhne klettert auf den 2. Tabellenplatz.

Keine drei Minuten waren gespielt, da hätte bereits auf beiden Seiten ein Tor fallen müssen. Zunächst schloss Dennis Sundermeier freistehend zu ungenau ab, nur eine Minute später hielt Stifts Torhüter Leon Quirin einen Freistoß von Luigi Di-Bella. Insgesamt bearbeitete Stift Quernheim die Gäste so, wie Herringhausen ansonsten die Gegner bespielt. Körperlich, mit viel Druck in die Spitze spielend und vor allem einer mannschaftlichen Geschlossenheit.

In der 12. Minute gingen die Gastgeber mit 1:0 in Führung: Fynn Salam spielte den Ball nach einem Doppelpass mit Daniel Wester auf Shindar Mohammad. Dieser schloss von der rechten Strafraumkante wunderschön ins linke obere Eck ab. Im weiteren Verlauf ging es hart zur Sache, große Torchancen blieben dabei aus. Nach 40 Minuten stand es dann plötzlich 2:0: Tom Blümel setzte sich gegen Can Karakus durch und spielte einen Ball in die Schnittstelle zu Dennis Sundermeier, der den Ball durch die Beine von Patrick Großmann ins Tor schob.

In der zweiten Halbzeit bot sich dagegen ein anderes Bild, Herringhausen übte permanenten Druck auf Stift Quernheim aus. Die Hausherren standen aber in der Defensive sehr gut und ließen keine Großchance zu. Nach 75 Minuten hätte die Partie noch einmal kippen können. Zunächst erhielt Mohammad nach einem vermeintlichen Foul die Gelb-Rote Karte. Nur eine Minute später zeigte Schiedsrichter Dennis Langer auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß verschoss Di-Bella allerdings und scheiterte damit am glänzend aufgelegtem BV-Keeper Leon Quirin. In der restlichen Spielzeit hielt Stift Quernheim den Aufsteiger weit weg vom eigenen Tor und gewann das Spiel am Ende deshalb auch verdient.

Stifts Trainer Rolf Kuntschik war vollkommen zufrieden mit seinen Jungs: „Ich bin oft unzufrieden, trotz Siegen, weil mir die Spielweise nicht gefiel. Heute kann ich meinen Jungs keinen Vorwurf machen, sie haben super gespielt und sich an unseren klaren Plan gehalten. Wir wollten Herringhausen heute mit den eigenen Waffen schlagen.“ SG-Coach Ümüt Gözlükcü war dagegen enttäuscht: „Heute hat nicht viel geklappt, trotzdem sind wir voll im Soll. Ich bin positiv gestimmt. Die Einstellung der Mannschaft stimmt.“

Zuschauer: 120
Tore: 1:0 Shindar Mohammad (12.), 2:0 Dennis Sundermeier (40.)
Platzverweise: Gelb-Rot gegen Shindar Mohammad (76./BV Stift-Quernheim/Meckern. Und dafür zweimal Gelb, ergibt Gelb-Rot)
Besondere Vorkommnisse: Luigi Di Bella (SG Frisch Auf Herringhausen-Eickum) scheitert mit Foulelfmeter an Torwart Leon Quirin (79.)

(Quelle: FuPa.net vom 27.10.2019)