BV stürmt ins offene Messer

a23132135i12_max1024xFußball-Bezirksliga: Werthers Sturzflug geht nach 2:6 weiter

Werther (guf). Die Verunsicherung geht durch Mark und Bein bei den Bezirksliga-Kickern des BV Werther: Nachdem sie zuvor dreimal an späten Gegentoren gescheitert waren, stand die 2:6 (0:4)-Niederlage im Nachholspiel gegen BV Stift Quernheim gestern schon zur Halbzeitpause fest.

Gegenüber dem offiziellen Mannschaftsfoto vom Saisonbeginn fehlten ein halbes Dutzend etablierte Kräfte. Die verbliebene Elf um den Ex-Quernheimer Ivan Mendes wurde vom gnadenlos effektiven Tabellendritten für jeden Fehler brutal bestraft. Überragender Mann auf dem Platz war der eminent antrittsschnelle Jan-Patrick Strauch, der drei Tore erzielte und zum 0:4 mit tollem Einsatz am rechten Flügel auflegte. Selbstvertrauen holte er sich nach fünf Minuten, als er einen Pass aus dem Mittelfeld mit der Brust stoppte und aus der Drehung volley in der Maschen drosch.

Die Wertheraner versuchten mit der Doppelspitze Bresser/Faller viel Druck auszuüben. Doch die Verunsicherung aus der Negativserie und Stift Quernheims Zweikampfstärke provozierten immer wieder Fehler – Ballverluste, die der Gegner mit einfachem, schörkellosem Spiel auf seine schnellen Offensivkräfte eiskalt ausnutzte. Auch die Platzherren hatten ihre Möglichkeiten, aber Dennis Bressers Visier war in einigen viel versprechenden Situationen nicht gut eingestellt. Bei seinem besten Versuch traf er nur die Latte (14.).

Da führten die Gäste bereits 2:0 – bezeichnenderweise fiel das Tor nach einem Wertheraner Ballverlust in der gegnerischen Hälfte. Beim 0:3 und 0:4 waren Bosk und Twele nicht im Bilde, Ersatzkeeper Ben Jopt zeigte immer wieder Schwächen, im gesamten Defensivverbund klafften Riesenlücken.

Nach der Pause macht der BVW noch einmal Druck, Marcel Bosk köpfte zum 1:4 ein, aber einige Chancen zum 2:4 verpufften und Strauchs drittes Tor nach einem weiteren Konter erstickte die letzte Hoffnung. Marvin Küsters hatte zuvor an der gegnerischen (!) Torauslinie den Ball verloren. Trainer Marcel Hokamp war total verärgert und beschränkte sich aus Selbstschutz auf einen einsilbigen Kommentar: »Das Ergebnis spricht für sich…«

(Quelle: Westfalen Blatt (Werther) vom 21.11.2013)

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