Auf den Spuren von Borussia Dortmund

1. Mannschaft

FUSSBALL-KREISLIGA A: Der BV Stift Quernheim sichert sich vorzeitig die Meisterschaft

Kirchlengern. Am Ende wurden sie Meister, obwohl sie gar nicht gespielt hatten. Durch das 2:2-Unentschieden des Tabellenzweiten TuRa Löhne bei der SG Schweicheln feierte der BV 21 Stift Quernheim bereits am 24. Spieltag die Meisterschaft in der Fußball-Kreisliga A und damit den Aufstieg in die Bezirksliga. Die eigene Partie der Stift Quernheimer gegen den VfL Holsen II war aufgrund des plötzlichen Todes des ehemaligen VfL-Torhüters Mathias Figlarz abgesagt worden.

Die gesamte Mannschaft der Quernheimer hatte sich mit Meistertrainer Michael Albrecht am Schweichelner Sportplatz versammelt, um die Partie gegen Löhne zu verfolgen. Zwar musste der Tabellenführer noch einmal kurz zittern, als die Gäste die 2:0-Führung der Schweichelner egalisiert hatten, doch direkt nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Cihat Cakar zogen sich die Spieler die Meister T-Shirts über und bejubelten lautstark den souveränen Titelgewinn sechs Wochen vor dem regulären Ende der Saison.

Mit ihrer beeindruckenden Bilanz von 22 Siegen und einem Unentschieden aus bisher 23 Partien bewegen sich die Stift Quernheimer auf den Spuren des deutschen Meisters Borussia Dortmund, der am Samstag mit 81 Zählern nach 34 Spieltagen einen neuen Bundesliga-Rekord aufgestellt hat.

Dies ist jedoch nicht die einzige Parallele, die Michael Albrecht zwischen seiner Mannschaft und dem deutschen Meister zieht: „Wir spielen wie Borussia Dortmund, nur eben sieben Klassen tiefer“, so Albrecht über sein junges Team. „Meine Mannschaft ist wie Dortmund auch eine absolut homogene und verschworene Einheit, in der kein Spieler irgendeinen Sonderstatus beansprucht, wie beispielsweise Arjen Robben oder Franck Ribery bei Bayern München“, hat Albrecht hier einen entscheidenden Faktor für die Dominanz des BV 21 in der noch laufenden Saison ausgemacht. „Die Jungs werden bis zum Saisonende alles daransetzen, auch die restlichen Spiele zu gewinnen“, hat Albrecht keinerlei Bedenken, dass nun der Schlendrian eintreten könnte.

Sollte der Meister auch die noch ausstehenden sieben Partien allesamt gewinnen, wäre sogar die beeindruckende Bilanz des SV Rödinghausen übertroffen, der in der Saison 2009/2010 mit 85 Punkten den Titel errang. „Eigentlich sind wir aber jetzt schon besser, denn Rödinghausen hat bereits ein Spiel verloren, bevor die Meisterschaft feststand“, sieht der Erfolgstrainer sein Team hier sogar im Vorteil.

Dass die Stift Quernheimer Dominanz so überragend ausfallen würde, hatte auch Albrecht vor der Serie nicht erwartet. „Neben uns kamen noch einige andere Mannschaften für die oberen Plätze in Frage“, so Albrecht. „Dass wir nun mit so großem Vorsprung die Tabelle anführen, liegt auch daran, dass die Mannschaften hinter uns sich in den direkten Duellen gegenseitig die Punkte abgenommen haben, während wir all diese Spiele gewonnen haben, weil wir eben ein bisschen besser waren“, sieht Albrecht die Liga hinter Stift Quernheim sehr ausgeglichen.

Eine genaue Prognose für die kommende Saison in der Bezirksliga wagt der Meistertrainer noch nicht: „Aufgrund der neuen Klasseneinteilung wird die Bezirksliga in der kommenden Saison wohl deutlich stärker werden. Unser Ziel ist erst einmal der Klassenerhalt“, bleibt Albrecht vorsichtig. In Sachen Kaderplanung ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Der Kader ist noch nicht so groß, so dass wir da auf ein oder zwei Positionen sicher noch etwas tun werden“, kündigte Albrecht weitere Neuzugänge an.

(Quelle: NW vom 07.05.2012)

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