Albrecht kündigt Abschied an

Albrecht_AbschiedKirchlengern (BZ). Nach sieben Jahren ist Schluss: Michael Albrecht hört am Saisonende als Trainer des Fußball-Bezirksligisten BV 21 Stift Quernheim auf. Das bestätigte Albrecht gestern auf Anfrage der BÜNDER ZEITUNG. Am Donnerstagabend informierte der Trainer die Mannschaft beim Training über seinen Rückzug.

Dass es die letzte Saison auf der Trainerbank im Friedenstal sein wird, stand für den 52-jährigen Albrecht schon vor Saisonbeginn fest. »Es sind ja nicht nur die sieben Jahre, die ich das Bezirksligateam trainiere. Ein Großteil der Spieler kennt mich, seitdem sie elf oder zehn Jahre alt sind. Für die Jungs ist es wichtig, sich nun auch einmal unter einem anderen Trainer beweisen zu müssen«, sagte Albrecht gestern.

Bis zum Saisonende hat Albrecht noch einige Ziele. »Wir stehen auf Platz sieben. Aber das ändert nichts daran, dass wir am Ende zwischen Rang drei und fünf einlaufen wollen.« Auch die Weiterentwicklung der jungen Spieler ist Albrecht besonders wichtig. »Die nächsten beiden Spiele gegen Häger und Holsen wollen wir gewinnen und dann gucken wir, was nach oben noch möglich ist.«

Die Gefahr, eine lahme Ente könnte bis zum Saisonende auf der Bank sitzen, sieht Albrecht nicht: »Das was für Obama in den USA gilt, gilt nicht für mich. Meine Mannschaft hat Charakter«, geht der nie um einen kernigen Spruch verlegene Albrecht davon aus, dass alle Spieler bis zum Serienende voll durchziehen.

Das Ende der Trainertätigkeit beim BV 21 wird vermutlich auch das Ende des Trainers Michael Albrecht sein: »Ich gehe davon aus, dass das meine letzte Station als Verantwortlicher auf der Bank war«, hegt der 52-Jährige keine Ambitionen, einen neuen Verein zu finden. »Bislang habe ich in meiner Karriere immer den richtigen Zeitpunkt gefunden, etwas zu beenden. Sei es als Stützpunkttrainer oder auch als Leiter der JSG Kirchlengern/Stift Quernheim.«

Im Friedenstal stehen die Zeichen aber keineswegs auf Umbruch. Daran ist auch den Verantwortlichen im Vorstand gelegen. Sie wissen, was für gute Arbeit Albrecht seit 2008 geleistet hat. Die Mannschaft ist über Jahre hinweg aufgebaut worden. Bis auf wenige Ausnahmen ist kaum ein Spieler älter als 25. Kapitän Kevin Weinhardt zählt schon zu den älteren Spielern im Team. »An der Grundkonzeption muss nicht viel geändert werden«, findet Albrecht. Neue Impulse von der Seitenlinie könnten aber nur förderlich sein.

Die Verantwortlichen des BV 21 sind nun bei der Trainersuche gefordert und haben dafür ausreichend Zeit. Auch eine weitere Planstelle in der sportlichen Führung ist unbesetzt. Denn die Position des Sportlichen Leiters ist seit etwas mehr als einem Jahr vakant.

Michael Albrecht hatte Anfang September 2008 die Nachfolge des überraschend zurückgetretenen Uwe Klausmeier angetreten. Den Abstieg des Clubs aus der Bezirksliga konnte aber auch Albrecht nicht mehr verhindern.

In der Kreisliga A begann der ehemalige Stützpunkttrainer des Fußballkreises Herford einen Neuaufbau, musste aber zunächst zweimal den Teams des SV Rödinghausen beim Aufstieg den Vortritt lassen. 2012 schafften die »Stifte« dann mit 21 Punkten Vorsprung vor TuRa Löhne die Rückkehr in die Bezirksliga. Albrecht hatte den »Stiften« seine Handschrift verpasst. Der Trainer vermittelte den Spielern seine Form von Pressing und ließ erfrischenden Offensivfußball spielen. »Ich war Stürmer und werde keine Mannschaft trainieren, die defensiv eingestellt ist«, hatte Albrecht schon bei seinem Amtsantritt 2008 gesagt. Er ließ Taten folgen und etablierte das Team schnell in der Bezirksliga. Gerade auf heimischem Kunstrasen zeigte der BV 21 viele beeindruckende Vorstellungen. Die »Stifte« waren stets vorne dabei, für eine echte Spitzenplatzierung fehlte aber die Kontinuität.

(Bild- und Textquelle: Bünder Zeitung vom 28.11.14)

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